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Verwandle deinen Balkon in einen Mini Gemüsegarten

Nicht jeder kann einen Garten sein eigen nennen. Aber das ist kein Problem, auch ein Balkon lässt sich in eine Oase verwandeln. Wie wäre es mit einem eigenen Naschgarten? Oder ein Kräuterparadies?

Hier geben wir dir Schritt für Schritt einen kleinen Überblick, wie du deinen Balkon in einen Mini Garten verwandelst, um dir den Einstieg in dieses Thema zu erleichtern.

 

Schritt 1: Die Analyse

Wie viel Platz steht Ihnen auf Ihrem Balkon für Pflanzen und Gemüse zu Verfügung? Denn neben den tollen Pflanzen sollte auch noch genügend Platz für Ihre Balkonmöbel bleiben, damit ein gemütliches Zusammensitzen immer noch möglich ist.  

Wenn Sie Ihren Gartenbalkon planen, sollten Sie sich auch vorab bei Ihrem Vermieter informieren, wie es mit der Tragfähigkeit ihres Balkons aussieht, damit es später nicht zu einer Schädigung der Bausubstanz kommt. Denn die ganzen Blumenkästen und Kübel können sich schnell zu einem anschaulichen Gewicht summieren.

Auch sollten Sie mit ihrem Vermieter abklären, ob Sie in die Hauswand bohren dürfen, denn gerade auf einem Balkon bieten sich platzsparende Pflanzlösungen, die eher in die Höhe statt Breite gehen, an.

Um die Nachbarn nicht zu stören, sollten Sie in Ihre Planung auch mit einbeziehen, dass keine Äste oder Triebe vor den Fenstern der Nachbarn sprießen.

 

Jetzt kommen wir noch zu einer sehr entscheidenden Frage, die auch Auswirkungen auf Ihre spätere Pflanzenauswahl haben wird. In welche Himmelsrichtung zeigt Ihr Balkon? Optimal wäre eine Südwest bis Südost Ausrichtung – Sonnig bis halbschattig. Aber auch die West-Ostseite ist gut händelbar für Ihre neuen Naschgarten.

Bei einem Südbalkon besteht die Gefahr, dass die Sonne selbst den Sonnenanbetern untern den Pflanzen (wie z. B. der Paprika) zu viel wird. Mit einer guten Markise oder einem Sonnenschirm, können Sie aber auch auf einem Südbalkon schattige Räume für Ihr Gartenparadies erschaffen.

Schwieriger wird es da schon mit einem Nordbalkon, auch hier lassen sich einige Pflanzen finden, die es gerne schattig haben, aber mit einigen Nutzpflanzen wird es da schon schwieriger, denn für den Gemüseanbau ist insbesondere Licht sehr wichtig.

Sie sollten ebenfalls darauf achten, dass ihr Balkon Garten relativ windgeschützt ist.

 

Schritt 2: Fangen Sie klein an

Die Gartenbalkon Saison fängt im April an und endet im Oktober, danach können Sie die mehrjährigen, auch winterharte Pflanzen genannt, mit Tannenzweigen oder ähnliches abdecken, damit diese unbeschadet den Winter überstehen. Alle anderen Pflanzen werden dann im Frühling einfach wieder ausgesät.

Wenn Sie noch nicht viel Erfahrung mit dem Gärtnern haben, empfehlen wir Ihnen lieber klein anzufangen und sich eher robuste und anspruchslose Pflanzen auszuwählen. Damit Sie schnelle Erfolge erzielen und die Freude an Ihrem Balkon Garten nicht auf der Strecke bleibt, empfiehlt es sich ebenfalls auf Pflanzenarten zu setzen, die eine relative kurze Reifezeit haben.

Es gibt mittlerweile extra Gemüsearten, die speziell für den Balkon gezüchtet wurden und kleiner ausfallen als ihre Artgenossen im Gartenbeet, wie zum Beispiel Balkontomaten, Mini-Gurken und Melonen, diese fühlen sich dann auch in Töpfen und Kübeln sehr wohl.  

 

 

Schritt 3: Welches Gemüse wollen Sie
auf Ihrem Gartenbalkon anbauen?

» Radieschen

Radieschen reifen schnell und sind leicht in der Pflege, sie fühlen sich auch in Balkonkästen pudelwohl. Sie können während der ganzen Saison angebaut werden und brauchen ungefähr vier Wochen bis sie reif für die Ernte sind und dann gleich in Ihren Salat purzeln können.

Am liebsten haben es Radieschen sonnig bis halbschattig. Bei der Aussaat, setzen Sie die Radieschen am besten im Abstand von sechs Zentimeter, wobei die Reihen an sich einen ungefähren Abstand von zwanzig Zentimeter haben sollten.

Beetnachbarn, wie zum Beispiel Gurken, Salate, Tomaten und Buschbohnen vertragen sich wunderbar mit den Radieschen.

Wenn man unterschiedliche Gemüsearten und oder Pflanzen in einen Topf oder Kübel pflanzt, sollte man prinzipiell immer darauf achten, dass diese die gleichen Boden- und Nährstoffansprüche haben.

 

» Mini-Gurken, auch Snack Gurken genannt

Gurken brauchen viel Sonne und sollten windgeschützt auf Ihrem Balkon untergebracht werden. Am besten pflanzen Sie die Mini-Gurken nach den Eisheiligen in die Töpfe, da die zarten Pflänzchen absolut keinen Frost vertragen.

Mini-Gurken sollten in einem Abstand von 50 cm gepflanzt werden, die kleinen Pflänzchen brauchen auch schon von Anfang an eine Rankhilfe, damit sie daran emporwachsen können. Um das Wachstum positiv zu unterstützen empfehlen wir gerade zu Beginn die ersten zarten Triebe selbst um die Rankhilfe zu flechten.

 

 

» Salate

Salate auf dem Balkon sind was Tolles. Knackfrisch geerntet, machen sie einfach nur Spaß. Damit man die Freude über eine längere Zeit behält, empfehlen wir Salatsorten, wie die amerikanischen Pflücksalate, diese kann man nämlich mehrmals ernten. Pflücken Sie dabei einfach nur die äußeren Blätter und warten Sie dann einfach bis aus der Mitte heraus wieder neue Blätter nachwachsen. Salate, wie zum Beispiel Kopfsalat, kann man nur einmal ernten.

Pflücksalate fühlen sich auch im Topf wohl und sind dafür auch super für Ihren Balkon Garten geeignet. Am wohlsten fühlt er sich an einem sonnigen Plätzchen auf Ihrem Balkon.

Den Pflücksalat können sie von Mai bis August aussäen und er fühlt sich Beispielsweise in der Gesellschaft von Bohnen, Radieschen und Spinat wohl.

 

 

 

» Buschbohnen

Buschbohnen wachsen eher in die Breite und ranken nicht in die Höhe, wie Ihre Artgenossen die Stangenbohnen. Daher benötigen Sie für diese Sorte keine Rankhilfe.

Am wichtigsten für die Buschbohnen ist ein warmer Boden, am besten pflanzen Sie die Bohnen erst Mitte Mai, wenn die Böden schon warm genug sind, an einen sonnigen bis halbschattigen Platz.

Obwohl sich Buschbohnen mit vielen Pflanzen im Beet gut vertragen, sollte man sie nicht direkt neben Lauch, Zwiebeln, Knoblauch oder Fenchel setzen.

Wenn die Pflanze noch relativ klein ist, können Sie die Erde um die Pflanze herum ein wenig anhäufen, um sie zu stabilisieren. Wenn die Bohnen blühen, brauchen sie mehr Wasser und Sie sollten in der Zeit darauf achten, dass der Boden nicht mehr austrocknet.

Nach zwei bis drei Monaten sind die Buschbohnen erntereif. Wenn Sie die Buschbohnen regelmäßig abernten, regen Sie die Pflanze damit an, weitere Blüten und somit auch Bohnen sprießen zu lassen.

Vorsicht bei den Buschbohnen, verzerren Sie diese nur im gekochten Zustand, da sie im rohen Zustand giftig sind.

 

 

» Paprika

Paprika mögen es sehr sonnig und sind an Ihrem sonnigsten Platz auf dem Balkon sehr gut aufgehoben, ab Mai können die Jungpflanzen schon ins Balkonbeet. Auch bei der Paprika empfiehlt es sich einen Stab, zum Beispiel aus Bambus, mit in den Topf zu stecken und im späteren Verlauf, die Pflanzen mit Fäden locker an den Stab zu binden, um sie damit zu stabilisieren. Dann kann es auch mal ein wenig windig werden, ohne dass die Pflanzen einen Knick bekommen.

Bei der Paprika sollten Sie darauf achten, die erste Blütenknospe, auch Königsblüte genannt abzuknipsen, diese befindet sich meistens in der obersten Verzweigung. Denn die Paprika neigt dazu ihre ganze Energie auf diese Blüte zu konzentrieren und versorgt dann die restlichen Blüten nicht mehr ausreichend genug.

 

 

» Balkon-Tomaten

Tomaten gibt es in vielen verschiedenen Arten und Größe. Eine Sorte, die wir Ihnen besonders ans Herz legen wollen, ist die Sorte Rote Murmel. Diese Wildtomaten eignen sich von ihrer Größe perfekt für den heimischen Balkongarten und sind zudem auch noch sehr leicht zu pflegen und sehr robust.

Sie fühlt sich in Töpfen, wie auch Kübeln wohl, beachten sollte man bei der Auswahl des Gefäßes nur, dass genug Platz für die Wurzeln bleibt.

Tomaten sollten sehr tief eingepflanzt werden, am besten bis zum Blattansatz, dann können Sie am unteren Stängel weitere Wurzeln bilden und erzielen dadurch eine bessere Versorgung mit Nährstoffen.

Für die spätere Pflege der Tomaten empfiehlt es sich schon beim einpflanzen einen Stock, oder Bambusstab, in den Topf zu stecken, so vermeiden Sie auch, dass später das Wurzelwerk beschädigt wird, wenn Sie erst im Nachhinein, den Stock mit dazu stecken, um die Pflanze zu stabiliesieren.  

Tomaten fühlen sich in der Gesellschaft von Basilikum, Kapuzinerkresse und Spinat sehr wohl und bevorzugen vor allem sonnige und trockene Plätze. Daher sollten sie erst Mitte bis Ende Mai Ihren Gartenbalkon bevölkern. Frostige Nächte verzeihen Ihnen die zarten Tomatenpflänzchen nämlich nicht so leicht.

Während ihres Wachstums, sind Tomaten sehr nährstoffhungrig, dies können Sie am besten mit einem Flüssigdünger kompensieren, damit die Tomate genug Energie hat, um ihre Früchte sprießen zu lassen.

Bei verschiedenen Tomatensorten sollte man gerade am Anfang die Seitentriebe der Pflanze mit den Fingern abknipsen, sodass pro Pflanze nur noch ein Hauptstrang übrigbleibt, damit die Tomate ihre ganze Energie auf diesen Strang konzentrieren kann. Bei der Wildtomatensorte Rote Murmel müssen Sie das nicht unbedingt machen.